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Spielstätten in Dippoldiswalde

St. Marien und Laurentius, evangelische Stadtkirche

Die erste Stadtkirche St. Marien und Laurentius entstand im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts im spätromanisch-frühgotischen Stil, in zeitlicher Nähe zur ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Dippoldiswalde im Jahr 1218. Von dieser Kirche sind noch die unteren Stockwerke des Turms mit dem Hauptportal erhalten. Der zweite Kirchenbau ist eine dreischiffige spätgotische Halle mit drei Jochen und Sterngewölben. Im Jahr 1541 trat der erste lutherische Pfarrer in sein Amt. Den Dreißigjährigen Krieg überstand die Kirche schwer beschädigt. Noch während der Kriegsjahre schuf der Dresdner Maler Johann Panitz 1641/42 die Kassettendecke im einschiffigen Chor. Das Altargemälde mit der Darstellung der Kreuzigung ist eine Arbeit des Dresdner Hofmalers Johannes Fink von 1670.

Im Jahr 2008 erhielt die Kirche neue Bronzeglocken – die vierte Garnitur Glocken innerhalb von 100 Jahren. Die Tragik der Landesgeschichte wird in diesem Detail besonders deutlich: Die beiden Weltkriege kosteten der Kirche zwei komplette Garnituren, zudem die Stahlglocken, die in den 1950er-Jahren auf den Turm kamen, bevor sie Anfang unseres Jahrhunderts erneuert werden mussten.

Über seine Bedeutung für die Gemeinde hinaus genießt St. Marien und Laurentius als Konzertkirche einen sehr guten Ruf.

Adresse: Kirchplatz 10, 01744 Dippoldiswalde
Website: www.kirche-dw.de


Basilikata St. Nikolai

Die Nikolaikirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, sie ist in den folgenden Jahrhunderten kaum baulich verändert worden und dient schon seit langer Zeit als Friedhofskirche. In den Jahren 1882–1883 ist die Kirche durch den Architekten und Kirchenbaumeister Gotthilf Ludwig Möckel restauriert worden. Sie wurde im Stile der Zeit gestaltet und stellt ein Beispiel für die Interpretation eines mittelalterlichen Raumes im 19. Jahrhundert dar.