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Zum Geleit

Grußworte zum Festival 2021

Die Saat soll immer wieder neu aufgehen

Grußwort des Schirmherrn

Liebe Freundinnen und Freunde von Sandstein und Musik!

„So lange die Erde besteht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ So soll Gott nach der Sintflut zu sich gesprochen haben.

Auch wir durchleben gerade eine schlimme Zeit. Eine Pandemie hat uns seit zwei Jahren im Griff. Sie ist für Gesundheit und Leben eine katastrophale Bedrohung – aber auch für die Kultur. Es ist für die Künstlerinnen und Künstler, für die kulturellen Institutionen und das Publikum eine außerordentlich schwierige Zeit.

Doch mit großem Optimismus planen das Festival und sein künstlerischer Leiter Prof. Ludwig Güttler den nunmehr 30. Jahrgang. Sandstein und Musik ist ein Juwel, das aus der sächsischen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Und auch 2022 soll es seinen Glanz verbreiten. Bei diesem Musikfestival wird schon immer fleißig gesät, auf dass künftig neue Ernten folgen. Es sammelt Spenden, die den Erwerb von Instrumenten für die Musikschule Sächsische Schweiz ermöglichen, und bietet ihren Schülerinnen und Schülern sowie weiterem Nachwuchs Gelegenheit, vor begeistertem Publikum zu musizieren.

Ich bin überzeugt: Dieser stete Wechsel von Aussaat und Ernte beseelt das Festival und gibt immer wieder Anlass zum Optimismus. Sicherlich wären Prof. Güttler für seine letzte Amtszeit günstigere Umstände zu wünschen gewesen. Seine Verdienste um das Festival und das Musikland Sachsen aber kann auch eine Pandemie nicht schmälern. Er hat die Saat gelegt für ein Festival, das bleibt, und reiche musikalische Ernte eingefahren.

In der Bibelerzählung lebte Noah nach der Katastrophe der Sintflut noch 350 Jahre. Ein so langes Leben wird keinem von uns beschieden sein. Aber ich wünsche Ludwig Güttler, dass er noch lange Trompete und Corno da caccia spielen und erleben kann, wie die von ihm gelegte Saat immer wieder neu aufgeht. Ihnen allen wünsche ich ein gesundes Jahr 2022 und einen glanzvollen 30. Festivaljahrgang.

Ihr
Michael Kretschmer
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr


Ein Leuchtturm der Musik

Grußwort der Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde des Festivals Sandstein und Musik,

unzählige Gelehrte haben im Laufe von Jahrhunderten Theorien zur Bedeutung der Musik in all‘ ihren Facetten entwickelt. Von der Theorie zur Praxis spüren wir, dass Sachsens Gesellschaft sehr musikalisch ist, was wir vor allem dem Einsatz der Musikschulen im gesamten Land verdanken. Wir erleben darüber hinaus auch herausragende Leistungen von beeindruckend engagierten Spitzenmusikerinnen und -musikern.

Das Eine bedingt das Andere – und noch viel mehr! Musik braucht Publikum – aber auch einen entsprechenden Rahmen mit unverwechselbarer klanglicher Atmosphäre. Die Kombination von Veranstaltungen auf höchstem künstlerischen Niveau und attraktiven Spielstätten lässt das Festival zu einem Leuchtturm in der sächsischen Musiklandschaft werden. Es bietet Gästen aus nah und fern die Möglichkeit, Musik zu genießen und Land und Leute, geschichtsträchtige Orte sowie eine wunderbare Landschaft kennenzulernen. Corona hat uns nachdrücklich vor Augen geführt, welch‘ hohen Stellenwert Kultur und Reisen für unsere Gesellschaft haben. Schauen wir optimistisch in die Zukunft und hoffen darauf, das Festival in gewohntem Glanz erleben zu können.

Das Festival Sandstein und Musik feiert sein 30-jähriges Jubiläum und damit eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Neben einer zündenden Idee, eines engagierten Teams und zahlreicher Fürsprecher bedarf es einer herausragenden Persönlichkeit wie Herrn Prof. Güttler, der unermüdlich, nicht nur künstlerisch prägend das Festival geleitet und weiter entwickelt hat. Getreu dem Motto des diesjährigen Festivals „Saat und Ernte“ bin ich überzeugt, Prof. Güttler übergibt mit seinem Ausscheiden ein „gut bestelltes Feld“, das auch zukünftig reichen Ertrag einbringen wird. Allen, die daran beteiligt waren, gilt mein herzlicher Dank.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2022!

Ihre
Barbara Klepsch
Staatsministerin für Kultur und Tourismus


Musikalische Erlebnisse am Puls der Zeit

Grußwort des Landrates des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Sehr geehrte Damen und Herren!

Vor 30 Jahren aus der Taufe gehoben, erfreut sich das Festival Sandstein und Musik der ungebrochenen Beliebtheit der Künstler und Besucher gleichermaßen. Das Erfolgsgeheimnis liegt mit Sicherheit auch in der ständigen Veränderung des Konzeptes, welches nah am Puls der Zeit mit stets wechselnden Spielstätten, jungen talentierten Künstlern und neuem Repertoire die Neugier der Festivalbesucher aufrechterhält und begeistert.

Das Festival mit seinem ehrenamtlich arbeitenden Verein im Hintergrund bewegt die Menschen musikalisch über die eigenen regionalen Grenzen hinaus. Musikalische Erlebnisse in einer einzigartigen Umgebung stimmungsvoll inszeniert – das macht die Arbeit und das künstlerische Schaffen aus.

Der große Erfolg des Musikfestivals ist nicht zuletzt Prof. Ludwig Güttler zu verdanken, der von Beginn an als Künstlerischer Leiter für die Qualität der Programme bürgt. Nun, nach 30 Jahren, ist für ihn die Zeit des Abschiednehmens von dieser verantwortungsvollen Funktion gekommen. Für die vielen hochkarätigen Konzerterlebnisse sei ihm herzlich gedankt!

Sandstein und Musik gehört nicht nur zu den erfolgreichsten Musikfestivals in der Region und gibt hiesigen Musikern und Künstlern eine Bühne, sondern sorgt sich auch um den Musikernachwuchs. Beweis dafür ist die über viele Jahre bestehende fruchtbringende Zusammenarbeit mit der Musikschule Sächsische Schweiz. Die jungen Künstler bekommen im Rahmen der Vorkonzerte die einmalige Möglichkeit, sich auf den Bühnen in Konzerten zu erproben und sich einem fachkundigen Publikum zu präsentieren. Für das Festival bringen sie Jugend, Frische und Farbe ins Programm.

Starten wir in eine neue Saison. Hoffen wir, dass wir bald zu gewohnten Konzerten mit einem dankbaren Publikum in guter Gesellschaft zurückfinden. Ich wünsche den „Festivalmachern“ und Konzertbesuchern ein erfolgreiches Festival Sandstein und Musik 2022!

Ihr
Michael Geisler
Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge


Hoffnung und Genugtuung

Grußwort des Künstlerischen Leiters

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde unseres Musizierens!

Zwei Jahre liegen hinter uns, die für die Menschen, für die Gesellschaft, deren Kultur und damit für unser Festival existentiell schwierig und von einem Mangel an Orientierung und Sicherheit geprägt waren. Die Corona-Pandemie zwang uns immer wieder zu reagieren, zu verwerfen, neuen Anlauf zu nehmen. Ein Balanceakt, der uns hinter amtlich verordneten Schutzmaßnahmen zur Reflexion zwang: Welche Energien kann Musik in dieser krisenhaften Situation freisetzen und in welcher Form der Übermittlung? Jede Veranstaltung, die stattfinden konnte, wenngleich vor deutlich weniger Gästen, war für unser Festivalteam und für mich persönlich ein Fest. Dankbarkeit erfüllte mich, bin ich doch – wie viele Kolleginnen und Kollegen – davon überzeugt, dass ein „klassisches“ Konzert, lebendig dargebotene Musik vor Publikum, durch nichts zu ersetzen ist. Tonträger, Onlineangebote können ergänzen. Unser zentrales Format bleibt die direkte Begegnung.

Hoffnungsvoll schaue ich auf 2022, nicht nur in Bezug auf die Frage, ob unser dramaturgischer Bogen über 30 Abende zwischen März und Dezember Wirklichkeit werden kann. Ebenso hoffe ich, Sie können unserer Einladung folgen und den 30. Jahrgang von Sandstein und Musik besuchen. Großes haben wir vor und dafür exzellente Angebote aus nah und fern: Sie erwartet ein faszinierendes Spektrum – dargeboten von international renommierten Künstlerinnen, Künstlern und Ensembles wie amarcord, CARION, Margret Köll, Dorothee Oberlinger und dem Trio Zadig. Wir bieten in der Region verwurzelte Klasse, Solisten und Ensembles, frei oder in den Orchestern der Region engagiert. Corinna Harfouch und Ulrich Noethen prägen auf namhafte Weise unsere musikalisch-literarischen Programme. Nicht zuletzt bieten wir auch unserem Nachwuchs ein Podium.

„Saat und Ernte“ soll dieser Jubiläumsjahrgang heißen, nach dessen Verlauf ich mein Amt als Künstlerischer Leiter übergeben möchte. Musizieren und Interpretieren großer Werke ist eine Frucht der Förderung und des Weitergebens von Fähigkeiten. Ich empfinde Genugtuung, dass ich dafür meinen Anteil habe leisten dürfen. Fühlen Sie sich eingeladen, die Programme einmal stärker unter diesem Blickwinkel zu genießen!

Mein tiefer Dank gilt all denen, die sich ernsthaft um unser Festival bemühen, die auch in schwierigen Zeiten zu uns stehen. Bleiben Sie uns gewogen, bleiben Sie vor allem gesund!

Ihr
Ludwig Güttler
Künstlerischer Leiter


Die Schuld, Dank zu sagen

Grußwort des Vorsitzenden des Vereins Sandstein und Musik e. V.

Liebe Musikfreunde, werte Gäste und Festivalbesucher!

Wer hätte 1991/1992 gedacht, dass aus einer Idee Wirklichkeit werden kann. Und so feiern wir den 30. Jahrgang eines kleinen, aber feinen Musikfestivals in Mitteldeutschland – aus der Region für die Region des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Dem römischen Politiker, Philosophen und Feingeist Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) wird dieser Satz zugeschrieben: „Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen“. Dies möchte ich gerne tun. Bei unseren Schirmherren, den ehemaligen wie dem amtierenden Ministerpräsidenten: Georg Milbradt, Stanislaw Tillich und Michael Kretschmer. Besonders danke ich dem zu früh verstorbenen, mir verehrten Kurt Biedenkopf, der auf meine Frage am Kölner Flughafen 1992, ob er Schirmherr des 1993 beginnende Festival sein würde, sofort antwortete: Natürlich übernehme er die Schirmherrschaft, es geht um Sachsen. Besonders freute ich mich, als Herr Biedenkopf mit seiner Gattin Ingrid zum Eröffnungskonzert nach Lohmen im März 1993 kam und uns bei vielen weiteren Gelegenheiten die Referenz erwiesen hat.

Aber auch den Sponsoren und Förderern, den Städten und Gemeinden, ehrenamtlichen Helfern, dem Künstlerischen Leiter Ludwig Güttler, den großartigen Künstlern aus Sachsen, Deutschland, Europa und der Welt, die in den 30 Jahren bei uns gastiert haben. Danken darf ich zudem allen Weggefährten, die mich in diesen 30 Jahren beim Projekt Sandstein und Musik nicht im Stich gelassen haben.

„Saat und Ernte“ – welch kraftvolles Motto uns im 30. Jahrgang begleiten wird! Es bleibt die Aufgabe für Musik, Kunst und Kultur, zuerst zu investieren, also zu säen, um später ernten zu können. Diesen Grundsatz müssen wir in allen Teilen der Gesellschaft verankern.

Ich wünsche allen Besuchern und Gästen von Herzen eine unbeschwerte Zeit. Bleiben Sie gesund!

Ihr
Klaus Brähmig
Vorsitzender des Vereins Sandstein und Musik e. V.