Zum Hauptinhalt springen
Stürza · Ev. Kirche

Freundschaft, das ist wie Heimat

Heikko Deutschmann Lesung

Flautando Köln
Susanna Borsch, Susanne Hochscheid, Ursula Thelen, Kerstin de Witt
Blockflöten
Ursula Thelen Gesang  

„Heimat“, „Nationales“ u. a. Texte von Kurt Tucholsky. Welt-Musik in Arrangements, darunter von John Playford (England), Johann Sebastian Bach, Denizoglu Ali Bey (Türkei), Volkweisen aus Dänemark, Schweden, Irland

„Freundschaft, das ist wie Heimat“ (Kurt Tucholsky) – Freunde zu haben, in deren Gegenwart denen man sich geborgen und geliebt fühlt. Menschen zu wissen, auf die man in jeder Situation zählen kann. Für Tucholsky, der seine geographische Heimat Deutschland, die er so sehr liebte, schon 1924 weitestgehend verlassen hatte, dessen Schriften verboten wurden, der schließlich ausgebürgert wurde, war diese Art der Heimat von allergrößter Bedeutung.

Freundschaft kann Grenzen überwinden, eine Heimat der besonderen Art schaffen. Heimat hat viele Gesichter, für jeden von uns andere. Heimat steht nicht nur für einen Ort, sondern wir erleben sie als das Gegenteil von Fremdsein.

Für Flautando Köln ist das die Musik. Ob fröhlicher Londoner Straßensong des 17. Jahrhunderts oder gefühlvolle Madrigale der deutschen Renaissance – die vier Ausnahmeflötistinnen finden stilsicher immer eine musikalische Sprache, die sich vertraut anfühlt. Von ihre eigenen raffinierten Arrangements internationaler Volklieder bis hin zu Erik Satie – diese sehr unterschiedliche Musik weckt beim Hören schnell eine gewisse Vertrautheit. Es hat nichts mit nationalen Gefühlen zu tun. Flautando Köln musiziert eine Heimat herbei, die Grenzen nicht kennt – weder zeitliche noch räumliche. Ihr Spiel kann dazu beitragen, den überall grassierenden Nationalismus zu überwinden mit einem Heimatverständnis, das in universaler Musik aufgeht.