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Thomas Thieme

Thomas Thieme

Foto: IMAGO/Horst Galuschka

Thomas Thieme, 1948 geboren, zählt zu den profiliertesten und markantesten deutschen Darstellern. Man kennt ihn etwa aus prämierten Kinofilmen wie „Der Untergang“ oder „Das Leben der Anderen“ oder aus dem 2020 veröffentlichten Fernsehfilm „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“ nach dem Roman von Juli Zeh. Rollen wie einen Fußball-Manager in „Uli Hoeneß – Der Patriarch“ und den Altkanzler Helmut Kohl in „Der Mann aus der Pfalz“ füllte er wie maßgeschneidert. Der Absolvent der Staatlichen Schauspielschule Ernst Busch Berlin entdeckte seine Liebe fürs Theater in seiner Geburtsstadt Weimar und übernahm erste Rollen Ende der 1970er-Jahre. Seine ersten Theaterstationen waren Görlitz, Magdeburg, Halle und Anklam. Nach seiner Ausreise aus der DDR kam Thomas Thieme zum Schauspiel Frankfurt, ging später ans Burgtheater nach Wien, an die Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Dort wurde er 2000 für „Schlachten!“ zum „Schauspieler des Jahres“ gekürt. Teile des Theaterstücks inszenierte Thomas Thieme später am Nationaltheater Weimar selbst.

Aus dem Theater zog er sich vor Jahren zurück – umso mehr ist er im Filmgenre präsent, etwa auch in Erfolgsserien wie „Tatort“ und dem Mehrteiler „Babylon Berlin“. Zu seinen Preisen zählen weiterhin die Goldene Kamera 2014 in der Kategorie „Bester deutscher Schauspieler“ und der Hessische Filmpreis (Bester Darsteller) 2013 für „Das letzte Wort“.