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Glorvigen Trio

Glorvigen Trio

Foto: Branco Majewski

Wie das Saxophon für den Jazz steht, so ist das Bandoneon das Musikinstrument des Tango, der Milongas und des Tango Nuevo der Konzertsäle. Erfunden wurde es aber bereits 1843 von einem Krefelder Musiklehrer namens Heinrich Band, der eine Handharmonika unter dem Namen „Bandonion“ vertrieb. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangte sie mit den europäischen Emigrantenströmen nach Argentinien und wurde dort als „El Bandoneón“ für den sich gerade entwickelnden Tango entdeckt.

Dieses wundervolle Instrument spielt der Namensgeber des Glorvigen Trios: Per Arne Glorvigen, der als einer der besten Bandoneonisten weltweit gilt. Der Norweger ist ein großer Meister des Tango und gleichzeitig glühender Verehrer der Musik Bachs. 1989 begegnete er Astor Piazzolla noch persönlich, so wie den Tangolegenden Horacio Salgán und Osvaldo Pugliese.

Während seiner Karriere erweiterte Per Arne Glorvigen das klassische Repertoire für sein Instrument um Werke des Barock sowie um Klezmer, Popmusik und vor allem zeitgenössische Werke, die er seit vielen Jahren komponiert. Mit Daniela Braun (Violine) und Arnulf Ballhorn (Kontrabass) hat Glorvigen vor Jahren kongeniale Partner gefunden und das Glorvigen Trio gegründet. Die Stärke des Ensembles liegt in Programmen, die Alte Musik in Bezug zu Tangoliteratur und zeitgenössischer Musik setzen, in denen Passacaglias und Rosenkranzsonaten sich auf mystische Weise in Tangofugen und der melancholischen Leidenschaft des Tango Nuevo widerspiegeln. Die Musiker verbinden damit scheinbar getrennte Welten, agieren traumwandlerisch und auf Top-Niveau, ihr Zusammenspiel ist organisch und von blindem Vertrauen geprägt.

www.glorvigen-trio.com