27. Festival Sandstein und Musik
Ebenso verfasste er für sie einen deutschen Text auf den französischen Chanson „Le soleil et la lune“ von Charles Trenet. Der Song wurde in Deutschland 1951 unter dem Titel „Warum brauchen denn Männer so viel Liebe“ bekannt. Auch der fröhliche Evergreen „Lass` mich dein Badewasser schlürfen“ ist ein ins Deutsche über- setzter (englischer) Hit: „Whispering“ wurde im Jahr 1920 in einer Aufnahme des Paul Whiteman Orchesters weltweit bekannt. Wer Urheber des deutschen Textes ist, scheint nach wie vor strittig. Wahrscheinlich stammt er aus der Feder der Sängerin und Textdichterin Trude Hofmeister. Sie war die Ehefrau von Gerd Wilden, der im Jahr 1978 das Sextett „Die Vielharmoniker“ gründete und mit dieser Formation das Lied unter diesem Titel ab 1979 zum Besten gab. Darüber hinaus existieren sowohl im deutsch- als auch im englischsprachigen Raum mehrere Coverversionen. Jazzmusiker wie Miles Davis oder Dizzy Gillespie griffen ebenso auf den Song zurück. Stilvolles heute schmerzlich vermisst Zu den großen Schlagerkomponisten jener Zeit gehört auch Michael Jary, der wiederum viel mit dem bereits genannten Textdichter Bruno Balz zu- sammenarbeitete. Von ihm wird der leidenschaft- liche Foxtrott „Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst“ aus dem Revue-Film „Karneval der Liebe“ (1943) zu hören sein. Michael Jary schrieb in seiner fast dreißigjährigen Laufbahn über 500 Hits, die in das Repertoire vieler Interpreten bis heute einge- gangen sind. Nach seinem Studium feierte er 1938 mit dem Schlager „Roter Mohn“ seinen Durchbruch. In den 1930er- und 1940er-Jahren gehörte er mit seinem Tanzorchester zu den führenden Köpfen der Jazz- und Swingszene in Deutschland. Nicht zuletzt soll Marlene Dietrich erwähnt sein. Unvergessen bleibt ihre Interpretation des Welthits „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ im Film „Der blaue Engel“ (1930). Als einer der wenigen deutsch- sprachigen Künstlerinnen gelang ihr seit Ende der Dreißiger Jahre als Hollywood-Ikone zugleich der internationale Erfolg. Heutzutage gibt es wieder viele Anhänger dieser Musik, wobei Götz Alsmann und Max Raabe zu den wohl populärsten zeitgenössischen Interpreten gehören. Worin die Faszination besteht? Es ist sicher die Kombination: diese frech-frivolen Texte, der Wort- witz, eingängige Melodien, ausgefeilte Arrangements … Und letztlich sind es jene Themen, bei denen jeder mitreden kann. Nicht zu vergessen das Stil- volle, was nicht nur der Berliner Sänger Max Raabe 16. Konzert Lohmen, Landhaus Nicolai Bogensporthalle Samstag, 7. September 2019 17:00 Uhr 43 Programm Im moderierten Programm erklingen Evergreens und Filmmelodien der 1920er- bis 1950er-Jahre, darunter Musik: Peter Kreuder (1905-1981) / Text: Günther Schwenn (1903-1991) Für eine Nacht voller Seligkeit Foxtrott aus dem Film „Kora Terry“ (1940) Musik: Theo Mackeben (1897-1953) / Text: Hans Fritz Beckmann (1909-1975) Bei dir war es immer so schön Aus der Operette „Anita und der Teufel“ (1938) Musik: Richard Coburn, Vincent Rose (1880- 1944) und John Schonberger (1892-1983) /Text: Engl. Malvin Schonberger, Dt. Trude Hofmeister Lass ʼ mich dein Badewasser schlürfen (Engl. Origi- nal von 1920) Musik: Lothar Brühne (1900-1958) / Text: Bruno Balz (1902-1988) Von der Puszta will ich träumen Aus dem UFA-Tonfilm „Der Blaufuchs“ (1938) Musik: Albert Lasry (1903-1975) , Charles Trenet (1913-2001) /Text: Dt. Bruno Balz Warum brauchen denn die Männer so viel Liebe (Franz. Original von 1939) Musik und Text: Ralph Benatzky (1884-1957) Yes, Sir! Foxtrott aus dem Film „ Zu neuen Ufern“ (1937) Musik: Lothar Brühne/Text: Bruno Balz Ich brech ʼ die Herzen der stolzesten Fraun Aus dem Film „Fünf Millionen suchen einen Erben“ (1938) Musik: Heinz Sandauer (1911-1979) / Text: Erich Meder (1897-1966) So ein Regenwurm hat’s gut Aus dem Film „Der Mann, von demman spricht“ (1937) Musik und Text: Max Raabe (geb. 1962) Kein Schwein ruft mich an (1992) Musik: Michael Jary (1906-1988) / Text: Aldo von Pinelli (1912-1967) und Hans Fritz Beckmann (1909-1975) Haben sie schon mal im Dunkeln geküsst? Foxtrott aus dem Film „Karneval der Liebe“ (1943) Musik und Text: Friedrich Hollaender (1896-1976) Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt LangsamerWalzer aus dem Film „Der blaue Engel“ (1930) Arrangements: Silke Krause Ausführende Dresdner Salon-Damen Susann Jacobi (Sologesang, 2. Violine, Moderation) Franziska Graefe (1. Violine, Backgroundgesang, Besen) Silke Krause (Klavier, Akkordeon) JulianeGilbert (Violoncello, Kontrabass, Backgroundgesang) Cécile Pfeiff (Klarinette, Saxofon, Backgroundgesang) Konzertdauer ca. 2 Stunden inkl. Pause schmerzlich vermisst – O-Ton: „Ich finde es ganz traurig, dass man heutzutage über die Friedrichstraße oder den Kurfürstendamm läuft und aussieht, als wäre man auf dem Weg zum Sessellift.“ Wie schön es doch gewesen sein muss, als Männer noch Hüte und Anzüge trugen. Oder erst recht das reizende, hochkultivierte Auftreten der Frauen ... Daran dach- ten wohl auch die Dresdner Salon-Damen: Ihre ge- schmackvollen Kleider, mit tiefen Dekolletés aus- gestattet und mit zarter Spitze besetzt – alles Spezi- alanfertigungen Dresdner Designerinnen – runden ihre Bühnenperformance ab. Lassen wir uns von ihnen entführen! Lohmen. Seit 2014 können wir Ihnen eine 400 m² große Multifunktionshalle mit Außenterrasse und 1500 m² großer Außenanlage für Ihre Veranstaltung anbieten. Ideal geeignet für Hausmessen, Firmen- veranstaltungen, Trainee’s, Hochzeiten und andere Veranstaltungen. Die modernen Tagungs- und Semi- narräume, im Ringhotel Landhaus Nicolai, sind klima- tisiert und mit Teppichböden sowie einer Schallschutz- decke ausgestattet. Sie verfügen über Tageslicht und lassen sich zu 100 Prozent verdunkeln. Die Konferenz- räume eignen sich hervorragend für Produktpräsen- tationen, Firmenveranstaltungen und Incentives.
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