Raschèr Saxophone Quartet

Seit seiner Gründung im Jahr 1969 ist das Raschèr Saxophone Quartet gern gesehener Gast der bedeutendsten Konzertsäle der Vereinigten Staaten, Asiens und Europas. Die Wiener Zeitung nannte das Quartett die „ungekrönten Könige des Saxophons“ und ein Kritiker der Zeitung Die Welt stellte fest, wenn es eine olympische Disziplin des virtuosen Bläserspiels gäbe, müsste das Raschèr Saxophone Quartet unbedingt eine Goldmedaille erhalten. Das Ensemble setzt eine Tradition fort, die in den 1930er-Jahren von Sigurd Raschèr, dem Pionier des klassischen Saxophons und Gründer des Quartetts, begonnen wurde. Er regte viele Komponisten an, Stücke für ihn zu schreiben. Inzwischen hat das Quartett über 350 Komponisten inspiriert, darunter Luciano Berio, Brett Dean, Philip Glass, Sofia Gubaidulina, Christóbal Halffter, Mauricio Kagel, Gija Kantscheli, Erkki-Sven Tüür, Charles Wuorinen und Iannis Xenakis. Die homogene Tonqualität, Virtuosität und dynamischen Interpretationen alter und neuer Musik begeistern. Über ihre Bach-Interpretationen schrieb der Musikwissenschaftler Ulrich Dibelius, dass „die Musik eine seraphische Aura erhält – als hätten Orgel und Streichquartett sich miteinander vermischt.“ Zahlreiche Komponisten sind fasziniert von der Kombination der „Raschèrs“ mit Orchester. Auch dafür sind inzwischen mehr als 40 Werke entstanden, die mit namhaften Ensembles wie dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und weiteren Rundfunkorchester, mit BBC Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic, Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris und Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma zur Aufführung gelangten. Das Raschèr Saxophone Quartet hat keine führende Stimme, sondern ist demokratisch organisiert.

 

Termin 2018: 7. Oktober

 

 

Raschèr Saxophone Quartet (Foto: Felix Broede)
Raschèr Saxophone Quartet (Foto: Felix Broede)